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Unter den Nautikliebhabern wird sich nur schwerlich jemand finden lassen, der von »Kliček« noch nichts gehört hat, es war früher eines der beliebtesten, kleinen Motorboote bei uns. Die Zeiten, in denen «Kliček« ein Pfeiler des heimischen Bootsbaues war und für viele den Einstieg in die Welt der Boote darstellte, liegen schon viele Jahre zurück, aber die Tradition und »Kliček« leben weiter..
Natürlich wäre es nicht fair, die neuen F-boats 22 als Nachfolger der einstmals beliebten »Kličeks« zu bezeichnen. Die einzige Gemeinsamkeit besteht im Firmennamen (Kliplast) bzw. im Namen des Besitzers. Die neue Generation der Kliplast-Boote wird von der jungen Generation in diesem Familienunternehmen erschaffen und hergestellt, die auf ihre Art und Weise den Puls des nautischen Marktes bei uns gefühlt hat und aus ihm einige Anforderungen und Gestaltungsweisen ausgewählt hat.
So ist das neue slowenische Freizeitboot von Form und vom Konzept her dem Fisherman-Boot mit der mittig angebrachten Steuerkonsole, mit dem geräumigen vorderen Liegeplatz, der breiten Steuerbank und der zusätzlichen Bank an der Steuerwand ähnlich. Bis hierhin sind die neuen F-boats 22 also den Fisherman-Booten, die im benachbarten Italien sehr verbreitet sind, ähnlich. Nun kommen jedoch Kliplasts Besonderheiten und Charakteristika, die wir bei anderen Booten nicht finden, zum Ausdruck, z.B. der steile Bug, das tiefe V des unter Wasser liegenden Teils des Rumpfes, das außerordentlich hohe Geländer, das sich um den Bug und um das ausladende Hinterschiff mit dem Anbringungsteil des Motors herum befindet. So ist es den Designern gelungen, den trockenen Teil des Bootes vom nassen, bzw. den Sitzbereich von dem Teil, der beim Baden und Schwimmen nass wird, erfolgreich abzutrennen. Die Fläche dieses Bugteils ist nämlich so groß, dass man auf ihr auch bequem sitzen kann.
Neben diesen Charakteristika ist das Cockpit ähnlich dem des Fisherman-Bootes gestaltet. In der Mitte befindet sich die Steuerkonsole mit einer Dreierbank, an der Steuerwand gibt es eine zusätzliche Bank, vorne befindet sich der Platz zum Sitzen und zum Sonnenbaden. Wegen der Breite des Bootes (2,36m) wirkt das Cockpit weiträumig und luftig, denn die beiden Übergänge, vorbei an der Steuerkonsole, sind breit und bequem. Bei Fisherman-Booten dieser Art sind wir normalerweise Anpassungsfähigkeit und eine großmöglichste Ausnutzung aller zur Verfügung stehenden Zentimeter gewöhnt. F-boats 22 unterscheiden sich bei diesen Gruppenmaßstäben etwas von anderen Booten, denn die Planer haben mehr auf Bequemlichkeit als auf Anpassungsfähigkeit Wert gelegt. So ist die Bank an der Steuerwand jedesmal nur Bank, die Lehne ist fest an der Steuerwand befestigt und auch der Sitz kann nicht verschoben werden. Er kann jedoch angehoben werden und dadurch erhalten wir einen geräumigen Stauraum im Hinterschiff. Auch die Steuerbank, die in drei angedeutete Sitze unterteilt ist, ist nicht flexibel, denn die Lehne ist fest verschraubt und kann nicht bewegt werden. Eine solche Lösung garantiert strukturierte Festigkeit und gewährleistet auch eine längere Haltbarkeit.
Es muss auch erwähnt werden, dass die Liegefläche am Bug im Vergleich mit ähnlichen Booten einige Dezimeter niedriger liegt, dadurch liegen beide Seiten einige Dezimeter höher, was ein Gefühl der Sicherheit bzw. der Absicherung bedeutet. Wenn man dazu noch das hohe Geländer betrachtet, vermittelt das Boot im Ganzen einen festen und stabilen Eindruck. Auch der feste, innere Guß des Cockpits ohne sichtbare Ein- und Ausbuchtungen trägt zu diesem Eindruck bei. Zur Aufbewahrung von Gepäck und Ausstattung muss irgendeiner der Deckel angehoben werden – unter der Hinterbank, unter der Steuerbank oder unter der vorderen Liegefläche. Weiterer Stauraum für die Ausstattung befindet sich noch in der mittleren Steuerkonsole und noch vorne im Bug, wo der Platz tief genug ist, um Seile und Ankerkette aufzubewahren. Es gibt also genügend Stauraum. Letztlich gibt es auch unter dem Cockpit, trotz der zwei rostfreien Tanks ( für Wasser und Kraftstoff) noch genügend Platz.
Die mittlere Steuerkonsole ist in der Mitte des Bootes angebracht und hat einen weiten Verwendungszweck. Das Steuerrad befindet sich in seiner Mitte, so dass an jeder Seite des Steuermanns noch bequem eine Person sitzen kann. Die Instrumententafel ist groß genug, um allen Messanzeigen Platz zu bieten, es findet sich auch noch ein Platz für eine weitere elektronische Navigationsausstattung. An jeder Seite befinden sich noch Getränkehalter, die auch als Ablage für andere Kleinigkeiten genutzt werden können (z.B. für das Handy). Um die Plexi-Windschutzscheibe herum befinden sich ein Metallgriff, der bei der Serienausführung durch mittlere abstützende Halter zusätzlich gefestigt werden. Die Windschutzscheibe ist ziemlich niedrig gehalten, sie ist jedoch hoch genug, um den Wind über den sitzenden Steuermann abzuleiten. Stehend kann man ohne Schwierigkeiten über die Windschutzscheibe hinweg sehen.
Für die Form des modernen »Kliček« ist der anerkannte nautische Architekt Andrej Justin zuständig, der dem Boot einen sportlichen und dynamischen Unterwasserrumpf konstruiert hat, geeignet für adrenalinhaltige Fahreigenschaften. Das beweist bereits der charakteristischen Unterwasserrumpf, der vom Kontakt des Rumpfes mit dem Wasser bis zum Bug längs fast flach ist, gleichzeitig weist das Boot aber einen verhältnismäßig gleichmäßigen Neigungswinkel des Rumpfes (V) auf. Dies alles zusammen ermöglicht ein schnellen Herausheben aus dem Wasser und eine gute Beschleunigung. Bei entsprechender Abstimmung des Motorneigungswinkels im Wasser (Trimmung) können wir den gesamten Bug über der Wasseroberfläche halten, was noch einige Geschwindigkeitsknoten zusätzlich einbringt. Wir hatten bei unserem Test keine Möglichkeit, die Geschwindigkeit zu messen, aber gefühlsmäßig müsste der Honda-Motor mit 130 PS für eine Geschwindigkeit von 40 Knoten ausreichen, was für ein solches Boot ein gutes Resultat darstellt. Die F-boats 22 haben auch bei Wellengang, wenn die Wellen nicht zu hoch oder zu spitz sind, ziemlich gut abgeschnitten. Noch besser fühlt sich das Boot in den Kurven an, wo die schon erwähnte Rumpfform zum Tragen kommt. Das Boot hält in den Kurven die Richtung ausgezeichnet, reagiert schnell auf die Steuerkommandos und führt noch so enge Kurven ohne Geschwindigkeitsverlust oder Belüftung der Propeller aus. Ausgezeichnet!
F-boats 22 ist also seinen Eigenschaften nach ein Adrenalin-Ferien-Fisherman-Boot, dass weniger für den Fischfang als vielmehr für vergnügliche Ferienstunden geeignet ist. Es ist geräumig genug, um Familienbadeausflüge durchzuführen, leistungsstark genug, um Wassersport zu betreiben und es ist noch für Vieles mehr geeignet. Seine feste Bauweise schafft Vertrauen und gibt ein Gefühl der Sicherheit, seine qualitätsvolle Ausführung ist höher als man sie erwarten könnte.
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